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Garantie bedeutet nicht Vollkasko-Produkt

Quelle: Nieding + Barth Rechtsanwaltsaktiengesellschaft, 09.07.03

Anlegerherzen lassen sich im vierten schwachen Börsenjahr in Folge offenbar leichter mit Versprechen nach Absicherung und Garantie erobern. Banken und Fondsgesellschaften entwickeln immer neue "Garantieprodukte", um dem Bedürfnis der Anleger nach Sicherheit und Verlustbegrenzung entgegen zu kommen. Für diese gegenwärtige Stimmung haben jedoch auch Betrüger ein feines Gespür. "Nicht alles, was unter dem Namen Garantie angeboten wird, stellt sich für den Anleger später als Vollkasko-Produkt heraus", sagte der Präsident des Deutschen Anlegerschutzbundes DASB, Klaus Nieding, am Mittwoch in Frankfurt am Main.

Der juristische Experte für Kapitalanlagebetrug warnte Investoren davor, sich von Versprechen auf höhere Renditechancen durch Investments mit Garantien auf zweifelhafte Produkte einzulassen. "Prüfen Sie das Angebot für eine Geldanlage eingehend, denn die versprochene Absicherung gibt es niemals umsonst." Trotz der meist kurzen Laufzeiten werden oft kräftige Ausgabeaufschläge verlangt. Wer vorzeitig aussteigen will, kann dies zwar jederzeit tun, verzichtet jedoch auf die garantierte Rückzahlung des investierten Kapitals und wird meist noch mit bis zu zwei Prozent in Form einer Rücknahmegebühr zur Kasse gebeten.

 

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