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Pressemittelung, 20.02.2007


Der Deutscher-Anlegerschutzbund e. V. (DASB) rät Anlegern bezüglich einer Investition in das Produkt „US-Land Banking“ Vorsicht walten zu lassen. Dieses in den letzten Tagen viel beworbene Produkt der Investment-Banking-Firma Private Commercial Office Inc. verspricht eine Verdopplung des eingesetzten Kapitals in 4 Jahren.

Die Private Commercial Office Inc. bezeichnet sich als Spezialist für innovatives Investment Banking in den USA. Als neues Produkt bewirbt sie auf Ihrer Homepage das US-Land Banking. Dies sei geprägt von einer konservativen Geschäftsphilosophie und beinhalte den Erwerb, die Entwicklung und die Verwertung strategisch günstig gelegener und nicht erschlossener Grundstücke mit riesigem Wachstumspotenzial.

Aber nicht nur auf der Homepage des Unternehmens wird für das Produkt geworben. Bei dem Uefa-Pokalspiel von Bayer 04 Leverkusen gegen die Blackburn Rovers am 14.02.2007 in der BayArena erreichte die aggressive Werbestrategie ihren vorläufigen Höhepunkt. So wurde für das Anlageprodukt in großen Lettern auf den Banden im Stadion geworben.

Entgegen dieser Werbestrategie, für die mit dem Fußballverein Bayer 04 Leverkusen und der Bayer AG seriöse Partner gewonnen wurden, rät der DASB allen Kapitalanlegern eine Kapitalanlage in dem Produkt „US-Land Banking“ genau zu prüfen. So steht hinter dem Unternehmen der deutsche Geschäftsmann Ulrich Engler, der nach eigenen Angaben unter anderem Chefhändler für Derivate bei der Chase Manhattan Bank gewesen sein will. Nach Presseberichten ist er Kennern der Finanzbranche jedoch gänzlich unbekannt. Entgegen der selbst verliehenen Auszeichnung „Investment-Banker des Jahres“ warnte die Österreichische Finanzaufsicht (FMA) nach Recherchen der Süddeutschen Zeitung bereits Ende 2006 vor einer Kapitalanlage bei Englers Unternehmen. Insbesondere werde gegen Engler angeführt, dass er keine entsprechende Konzession besitze, um Gelder von Kunden zu verwalten, so der Pressebericht weiter.

Zudem erinnert die Art und Weise, mit der Engler über eine breite Öffentlichkeit versucht, Kundengelder einzusammeln, an Methoden unseriöser Kapitalsammelstellen. So versucht Engler bei Privatanlegern ein Gefühl der Sicherheit dadurch zu entwickeln, in dem er für jede Investition eine Grundbuchsicherheit in doppelter Höhe verspricht. An welchen konkreten Grundstücken solche Grundschulden bestellt werden, bleibt jedoch im Unklaren. Es werden keine Informationen darüber gegeben, ob die Grundschuld an einem werthaltigen Grundstück bestellt wird und an welcher Rangstelle sie steht. Eine nachrangige Grundschuld an einem wertlosen Grundstück bietet keine Sicherheit, auch wenn sie die Summe der Beteiligung übersteigt.

Im Hinblick auf die bislang zu dieser Form der Kapitalanlage bekannten Presseinformationen rät der DASB interessierten Kapitalanlegern zur Vorsicht. Gleichzeitig hat der DASB die Bayer 04 Leverkusen Fußball GmbH sowie die Bayer AG schriftlich dazu aufgefordert, sich zukünftig genauer über die Hintergründe ihrer Werbepartner bei der Vermarktung ihrer Stadionwerbeflächen zu informieren. DASB-Präsident Klaus Nieding: “Gerade mit Bandenwerbung in Fußballstadien erreicht man auf einen Schlag viele Verbraucher. Die Fußballvereine tragen deshalb eine besondere Verantwortung für die Seriosität ihrer Werbepartner.“

 

Programmierung und Betreuung muibien // Büro für Gestaltung 2006